Ausflug an die «Nadelwelt» Karlsruhe, Freitag 20. Mai 2022 

Es heisst früh aufstehen an diesem Freitagmorgen. Keine Zeit sich nochmals umzudrehen im Bett und dem Vogelgezwitscher zu lauschen. Nach dem heftigen Regen am Abend zuvor, kommt kurz die Frage auf, ob es wohl nebst dem Sandwich und der Wasserflasche auch einen Regenschirm braucht? 

Die Freude, dass es nach zwei Jahren Corona-Pause wieder nach Karlsruhe geht, ist riesig. Punkt 07.00 Uhr fahren wir in Thun los. Das Car Unternehmen Moser AG schickt uns freundlicherweise mit dem uns wohlbekannten, sympathischen und zuverlässigen Chauffeur, Florian (R)Ast, auf den Weg. 

 

Am nächsten und letzten Einsteige Ort, in Bern-Wankdorf, warten weitere Näherinnen mit Rollköfferchen und grossen Taschen auf den Moser Car. Nun wird uns das «Fröilein» (Marianne Hodel) vorgestellt. Das «Fröilein» ist zuständig für das Wohl der Fahrgäste. Mit ihrer Assistentin Erika Raaflaub werden zügig die Bestellungen für Kaffee oder Tee aufgenommen. Nicht nur die Reise hat Marianne perfekt organisiert, nun überrascht sie uns auch noch mit einem von ihr gesponserten Gipfeli.

 

Ganz herzlichen Dank, liebes «Fröilein»für ALLES! 

Die Fahrt, nur kurz unterbrochen am Zoll für den Papierkram, führt uns vorbei an Spargelfeldern und Storchennestern. Mit angeregtem Plaudern sind die vielen Kilometer rasch abgespult. Vor der Messehalle in Karlsruhe, werden nun die Frauen mit ihren Rollköfferchen, Taschen und Tickets ausgeladen und aufgefordert, pünktlich um 16.45 Uhr wieder vor der Halle bereit zu stehen.  

 

In kleinen Grüppchen wird nun die Nadelwelt erkundet. Ich verschaffe mir erstmals einen Überblick von all den Ständen, bewundere schon mal hier und da schöne Stoffe, entschliesse mich aber, zuerst Zurückhaltung zu üben und nicht gleich überall zuzuschlagen. Unser Grüppchen trifft sich dann um 13.30 Uhr zu Kaffee und Kuchen. Dann geht's zurück zu den Ständen. Nun bin ich bereit mein Geld auszugeben. Im Nu füllt sich meine Tasche. Alle sind sehr kauflustig, schliesslich haben wir zwei Jahre verpasst und viel nachzuholen. Plötzlich drängt die Zeit. Mein Gott, in 20 Minuten muss ich draussen vor der Halle stehen, was ist mit der wundervollen Quilt-Ausstellung?

 

Es reicht dann nur noch für einen ganz kleinen Teil, allerdings mit Quilts ganz nach meinem Geschmack. Gefertigt von einer Künstlerin die wir Thuner-Quilters bestens kennen. Trudy Kleinstein, eine international bekannte Künstlerin, die in der Schweiz lebt und erst kürzlich einen Kurs bei den Thuner-Quilters durchgeführt hat. 

 

Pünktlich, mit schweizerischer Zuverlässigkeit, treffen wir uns alle vor der Halle. Wir entdecken unsern Car und im Nu sind all die Rollköfferchen, Taschen und die etwas ermüdeten Frauen im Car untergebracht. Apropos, müde Frauen, der Stimmung auf der Heimfahrt tut das keinen Abbruch. Es wird geplaudert, Stoffe und Zubehör herumgezeigt und ja, geprostet und gestrickt!

 

In einer Rekord verdächtigen Reisezeit von 3 Stunden und 10 Minuten, entladen wir Rollköfferchen, volle Taschen und bestens gelaunte Frauen im Wankdorf. Zügig geht's weiter nach Thun wo wir auch unser «Fröilein» und den kompetenten Chauffeur, mit einem riesigen Dankeschön verabschieden.

 

Es war ein ganz herrlicher Tag. Ich freue mich schon aufs nächste Mal. 

 

Katharina Schürch 

 

 

 

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