Rückblick Thuner-Quilterreise 2014

Es ist bereits eine Tradition geworden, nach der Ausstellung folgt als Belohnung im Jahr danach die TQ-Reise. Am 2. Oktober ist es wieder soweit, über 30 Quilterinnen finden sich beim Car-Terminal ein und steigen erwartungsvoll in den Bus. Das Wetter ist nicht berauschend, aber diesen Sommer sind wir ja in den Wetteransprüchen bescheiden geworden. Die Fahrt geht via Autobahn Richtung Niederbuchsiten, mit Zwischenhalt im Grauholz wo noch eine Teilnehmerin zusteigt. In der «Erlebniswelt Jura-Kaffeemaschinen» angekommen werden wir mit Gipfeli und Kaffee verwöhnt. Danach gehts in zwei Gruppen aufgeteilt los, um einiges aus der Geschichte des Kaffee’s zu erfahren. In anschaulich eingerichteten Räumen mit passender Hintergrundmusik erleben wir einige Stationen der spannenden Kaffee-Geschichte.

Legenden aus der Frühzeit

Eine Legende erzählt von einem Hirtenjungen in Abessinien um das Jahr 850 dem aufgefallen war, dass seine Ziegen nach dem Verzehr

Bestimmter Beeren besonders lebhaft wurden. Mönche kosteten die Früchte, waren aber vom bitteren Geschmack derselben enttäuscht

Und warfen die Beeren ins Feuer. Darauf verbreitete sich ein köstlicher Duft. Neugierig machten die Mönche aus gen nun gerösteten Früchten einen Aufguss, den sie als Geschenk Gottes priesen, weil er ihnen half, während des Gebetes wach zu bleiben.

 

Entdeckung des Kaffee’s

Die Kultur des Kaffeetrinkens geht bis ins 11.Jahrhundert zurück. Damals gelangte der Kaffee aus seiner Heimat Aethiopien nach Arabien. Der neue «Wein des Islams» begeisterte die Perser durch seine anregende Wirkung, denn echter Wein war gläubigen Moslems verboten. Die Bezeichnung Kaffee stammt vom arabischen Wort Qahwah ( das Erregende) ab.

 

Kaffee erobert Europa

1615 brachten venezianische Kaufleute die ersten Kaffeesäcke nach Europa. Das anregende Getränk wurde schnell beliebt und alle grossen europäischen Städte eröffneten ihre ersten Kaffeehäuser. Als die Türken die Belagerung von Wien im Jahr 1683 abbrechen mussten, liessen sie 500 Säcke Kaffee zurück. Ein findiger polnischer Kaufmann eröffnete damit das erste Wiener Kaffeehaus. Bereits Ende des17. Jahrhunderts gelang es, Kaffeebäume in Treibhäusern zu züchten. Eine dieser Pflanzen wurde 1714 an Ludwig den XIV nach Paris gebracht.

 

Kaffee im 20. Jahrhundert

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Brasilien der grösste Kaffeeproduzent der Welt. Heute kommt fast die gesamte Kaffeeproduktion aus

Zentralamerika, Brasilien und den Tropengebieten Südamerikas. Die Kaffee-Weltpruduktion erreicht heute rund 150 Millionen Sack pro Jahr, wobei Brasilien mit über einem Drittel an erster Stelle liegt. Das Kaffeerösten im Haushalt wurde endgültig vom industriellen Fertigprodukt abgelöst. Die Nachfrage nach Kaffee machte das Heissgetränk zum zweitwichtigsten Handelsgut nach den Erdölprodukten.  Danach kehren wir in die heutige Businesswelt zurück, d.h. in Kaffeemaschinen-Ausstellung. Sie besteht aus einer riesigen Produktepalette mit Modellen, die alle Wünsche der verwöhnten Kaffeeliebhaber erfüllen. Man muss aber auch bereit sein,dafür tief in die Tasche zu greifen. Nebst Kaffeemaschinen durfte das berühmte Jura-Bretzeleisen nicht fehlen und auch eine nostalgischer Toaster, den ich noch aus meiner Kindheit kannte, ist immer noch aktuell. Auch viele verschiedene Kaffeesorten aus eigener Rösterei und viele praktische  und dekorative Artikel rund um den Kaffeegenuss wurden angeboten. Und ja, fast  hätte ich es noch vergessen, wer wollte, hatte die Gelegenheit , sich mit Roger Federer ablichten zu lassen. Leider ist er nur aus Pappe, aber die Fan-Artikel sind echt.

 

Danach geht die Fahrt Richtung Seegräben weiter und das Wetter bessert sich zusehends. Bei der Ankunft auf der Jucker-Farm herrscht strahlender Sonnenschein. Wir sind total überwältigt vom Ausmass dieser Anlage, da sind riesige Mengen Kürbise in vielen Farben und Formen zu bestaunen. Ich wusste nicht , dass es so viele Sorten gibt. Wir verschaffen uns einen ersten Ueberblick und Susanna verteilt die „Punkte“ mit denen wir uns an Buffet frei bedienen können. Damit beginnt auch die Qual der Wahl. Es gibt jede Menge Salate , Vorspeisen und Hauptgänge und so verführerische Desserts dass man sich fast nicht entscheiden kann. Das Buffet lässt absolut keine Wünsche offen und ist wirklich grossartig. Einige suchen sich ihre Plätze im Innern des Restaurant und andere im Freien und geniessen die Aussicht auf den Pfäffikersee und die schöne Landschaft.

 

Nachdem wir alle pappsatt sind haben wir genügend Zeit um alles zu besichtigen. Da hat es einen Adler, Schmetterling, Doppeldecker und sogar einen riesigen weissen Flügel der still vor sich hin klimppert und das alles mit Kürbissen gestaltet. Auch im Hofladen gibt es viel zu entdecken. Hier gibt es Gemüse, Käse, Früchte, Würste, Servietten, Seife, witzige Dekorationen und, und.

Auch für Kinder ist ein Besuch spannend, hat es doch einen Spielplatz und Streichelzoo. Mehr oder weniger bepackt machen wir uns gegen 16:00 Uhr. Auf zum Parkplatz des Cars um die Heimreise via Rapperswiler-Seedamm und Brünig anzutreten. Im Car haben wir viel Gesprächstoff, die Juckerfarm werden wir sicher nicht so schnell vergessen. Die Innovationen und das grosse Mass an Arbeit wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.

 

Zum Schluss möchte ich, und sicher im Namen aller Teilnehmerinnen, Susanna ganz herzlich für die Idee und die Orginisation danken.

 

Ruth Grünig

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